Mit einem Dampfzug rumpelten wir hoch in die Berge Keralas. Es war wie zu Hause in unserem Molli... Nur bergiger. :-)
Joachim Priewe "Halte doch mitten am Tag einmal still"
Bleib einfach stehn. Laß den, der will, vorübergehn. Merke dich! Fühle dich! Spüre: Du bist! Du fühlst nur durch das, was du spürst, daß es ist. Rede nicht nach: Die Sonne scheint warm. Erlebe die Sonne, empfinde auf Armen, den Händen, den Wangen, dem ganzen Gesicht, das sommersonnige wärmende Licht. Gebrauche die Augen. Putze und wische den Staub von deiner Gewohnheitsbrille, daß sich die Farbe der Dinge erfrische. Nimm wahr, was um dich ist. Höre die Stille des Parks zwischen den Häusern. Horch in dich hinein. Such mit dir auch einmal allein zu sein. Und wenn du dann mit neuerweckten Sinnen die Welt und dich so nah und neu entdeckst, wird so ein Stillestehn ein Neubeginn.
So lange suchte ich sie, und dann erschreckte sie mich: die kleine Mimosa. Lilafarbene Blütenpuschel, und als ich sie berührte...
...klappte sie ihre Blätter zusammen! Ich war ganz aus dem Häuschen.
Sonnenuntergang hinter "unserem" kleinen Berg, der sich über das Dorf erhebt, in dem wir untergekommen waren. Saßen wir nicht jeden Abend dort oben?